Ausrüstungsgegenstände: die auf keiner „untertage-übertage“ Tour fehlen dürfen...

____________________________________________________________________________________

Das Erste-Hilfe-Pack für "untertage" und "übertage"!

> Recyclingideen für den gewieften Befahrer <

Wie fang ich an? Also, es ist ja so, dass die Verbandskästen fürs Auto ein Verfallsdatum haben. Danach muss man sie ersetzten. Doch was tut man mit den alten, abgelaufenen Kästen? Wegwerfen? Bloß nicht! Die Dinger sind randvoll gefüllt mit allerlei wertvollem Zeugs! Und das kann man noch gut gebrauchen, um sich ein Erste-Hilfe-Pack zusammenzustellen.

 KFZ - Verbandskasten nach DIN 13164

Zunächst mal zur Füllung eines Verbandskastens nach DIN 13164: Grundsätzlich kann man den Inhalt in zwei Teile gliedern: steriles und nicht-steriles Material. Letzteres hat kein Verfallsdatum und kann quasi unendlich lang verwendet werden. Das sterile Material hat ein Verfallsdatum, dieses ist auf den einzelnen Verpackungen aufgedruckt und in der Regel auch außen auf dem Verbandskasten. Was heißt eigentlich steril? Das bedeutet, dass diese Sachen „keimfrei“ gemacht und verpackt worden sind. Es sind zumeist Wundauflagen, wie der Name schon sagt, kommen diese in direkten Kontakt mit der Wunde und dort sollen natürlich möglichst wenig Erreger eingeschleppt werden. Bis zum Ablauf des Verfallsdatum wird eine bestimmte Sterilität garantiert, danach verwandeln sich die Dinger natürlich nicht gleich in kloakengleiche Bakterienschleudern. Ich werde hier keine Aussage darüber machen, ob man das sterile Material nach Ablauf des Verfallsdatums noch verwenden kann oder neu kauft – das sei jedem selbst überlassen.

Steril:

3 Verbandpäckchen mittel (M) 6cm
1 Verbandpäckchen groß (G) 8cm
4 Verbandtücher
6 Wundkompressen

Nicht steril:

1 Rolle Heftpflaster
8 Streifen Wundschnellverband (Pflaster)
2 Mullbinde (Fixierbinde) 6cm
3 Mullbinde (Fixierbinde) 8cm
3 Dreiecktücher
1 Kleiderschere
4 (2 Paar) Einmalhandschuhe
1 Erste Hilfe Broschüre
1 Inhaltsverzeichnis


In so einem Kasten ist also genug Material, um nen ganzen Reisebus zu verarzten. Da picken wir uns nun das nötigste heraus. Den Rest kann man sich zur Reserve zurücklegen oder zum Üben nutzen! Ich habe aus dem Material zwei verschieden große Erste-Hilfe-Päckchen zusammengestellt. Einmalhandschuhe und Rettungsdecken muss man sich noch zusätzlich besorgen, wenn man beide Päckchen „nachbauen“ will, die Kosten sind aber sehr gering. Das übrige Material reicht für jeweils ein Päckchen jeder Größe aus. Rettungsdecken und Einmalschutzhandschuhe kann man aber es nicht genug haben. Rettungsdecken sind ein wichtiger Kälte- und Nässeschutz für den schlimmsten Fall, dass man untertage längere Zeit auf Hilfe warten muss. 

> Das kleine Paket <

Das kleine Paket enthält:
1 Paar Handschuhe
einige zurecht geschnittene Streifen Wundschnellverband
1 Verbandspäckchen
1 Mullbinde
1 Rettungsdecke

     

Das kann jeder bei sich tragen, nicht nur untertage. Ich habe immer ein solches Päckchen im Rucksack. Die Pflaster erklären sich von selbst, Handschuhe auch. Mit dem Verbandspäckchen kann man größere Wunden versorgen und zusammen mit der Mullbinde auch einen Druckverband anlegen. 

> Das große Paket <

Dann habe ich ein großes Paket zusammengestellt, welches einer der Gruppe mitnehmen kann. Es enthält:
1 Verbandtuch
2 Wundkompressen
2 Verbandspäckchen
4 Mullbinden
1 Dreiecktuch
einige Streifen Wundschnellverband
4 oder mehr Einmalhandschuhe
mindestens eine Rettungsdecke
1 Schere
1 Erste-Hilfe-Broschüre

     

Das Material habe ich in verschließbaren Gefrierbeuteln verpackt. So kann man sie in in einer stabileren Tasche verstauen und alles bleibt trocken und beisammen.

In diesem Sinne, Glück auf !



© Christoph ("DrKlöbner") für www.untertage-übertage.de 2010